Company Building: Wie Start-ups Organisation und Kultur entwickeln (Teil 1)

Sie wachsen aus der Start-up-Phase - nun gilt es den Mainstream-Markt zu erschließen, die Kultur zu entwickeln und Prozesse zu etablieren

Das gefundene Geschäftsmodell skalieren

Das Geschäftsmodell ist getestet und erste zahlende Kunden wurden gefunden. Das ist der Punkt, an dem erfolgreiche junge Unternehmen, ganz gleich ob sie von einzelnen Gründerpersönlichkeiten oder als Spin-off von größeren Unternehmen gegründet wurden, aus der Start-up-Phase herauswachsen. Jetzt geht es darum, das gefundene Geschäftsmodell zu skalieren, das heißt je nach Ausrichtung eine deutliche Steigerung von User-Zahlen, Umsatz oder Marktanteilen zu erreichen.

Die Herausforderung ist ‒ neben den ersten, begeisterten Kunden, die auch gerne mal ein Risiko eingehen (early adopters) ‒, den Mainstream-Markt zu erschließen, um zu wachsen. Diese größere Kundenbasis, in der Regel bestehend aus pragmatisch denkenden, eher sicherheitsorientierten Kunden, muss erreicht werden. Das geht gegebenenfalls mit der Anpassung der Vertriebsstrategie einher.

Kultur entwickeln und Prozesse etablieren, ohne den Gründergeist zu verlieren

Nach der Anpassung der Marktstrategie lohnt sich der Blick nach innen um kritisch zu reflektieren, ob die Aufstellung des Management-Teams den Anforderungen der angestrebten Wachstumsphase gerecht wird. In dieser Phase braucht es nach Steve Blank in erster Linie pragmatische und agile Führungskräfte – die sozusagen ähnlich denken wie die anvisierte Kundenzielgruppe – und weniger charismatische Persönlichkeiten.

Gleichzeitig sollten Vision und Mission bewusst formuliert werden – das ist wichtig, denn wenn den Mitarbeitern die Ziele nicht klar sind, kann die Organisation keine Kraft fürs Wachstum entfalten oder entwickelt sich in die falsche Richtung.

Herausforderung: Wie lässt man Kultur mitskalieren?

Vision, Mission und die damit einhergehenden Werte, Ziele und strategischen Wege sind die Basis, um die anvisierte Unternehmenskultur bewusst zu etablieren und zu leben. Hinweise, wie Sie ein Leitbild entwickeln, das emotionalen Drive entfalten kann, finden Sie hier.

Führungs- und Zusammenarbeitskultur entwickeln

Parallel muss sich die Führungs- und Zusammenarbeitskultur entsprechend der anvisierten Ziele und bedingt durch die wachsende Organisation mit entwickeln: Was bisher im kleinen Team über Zuruf ging, zum Beispiel das wechselnde Prioritäten spontan im direkten miteinander abgestimmt werden konnten, mag für die Start-up-Phase mit einer steilen Lernkurve praktikabel gewesen sein. Diese Art der Zusammenarbeit kann in einer größer werdenden Organisation nicht mehr effektiv funktionieren.

Verbindlichkeit im Miteinander

Es braucht abgestimmte Prozesse und vor allem eine Kultur der Verbindlichkeit im Miteinander – bei Führungskräften als auch Mitarbeitern. Das bedeutet, erstens Ziele und Verantwortungsbereiche eindeutig zu definieren und zweitens ein gegenseitiges Commitment zu erreichen, das gemeinsam vereinbarte Themen und Termine eingehalten und von den Führungskräften auch nachgehalten werden.

Störungen frühzeitig melden und gemeinsam Lösungen finden

Natürlich kann es zu Störungen kommen, die gegebene Zusagen gefährden. In dem Fall fordert eine Kultur der Verbindlichkeit, dass solche Störungen frühzeitig gemeldet werden und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird, wie die verabredeten Zusagen und die angestrebten Ziele dennoch erreicht werden können. Es kommt darauf an, dass Änderungen an Terminen, Zielen und Prioritäten immer ein abgestimmter, transparenter Prozess sind, der ausreichend vor der Manifestation eines Problems oder dem nicht-Einhalten einer Zusage beginnt. Nur so werden Handlungsoptionen gewahrt und können die Ziele in angemessener Zeit erreicht werden.

Kultur der Verbindlichkeit im Miteinander

Die passende Organisationsform finden

Im 2. Teil von „Company Building“ geht es darum, wie Start-ups die passendeOrganisationsform finden und gleichzeitig ihre Geschwindigkeit und Flexibilität als auch die Kreativität und Innovationskraft aus der Start-up-Zeit aufrecht erhalten können.


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Über den Autor Kerstin Zulechner
Kerstin Zulechner

leitet und gestaltet Projekte mit Blick für das Wesentliche. Organisationen verstehen und entwickeln? „Leidenschaftlich gern!“ Sie konzipiert fundiert als auch emotional verbindend.

Innovation & Change|21.10.2016
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