Innovationsmanagement heute: Von klassischer Produktentwicklung zum agilen Innovationsprozess

Business-Plan wir auf Flipchart erklärt
Kleine und mittlere Unternehmen bringen jährlich tausende neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt. Gleichzeitig sind lediglich 5% der Innovationen langfristig erfolgreich. Wie kann die Erfolgsquote von Innovationen gesteigert werden? Wie gelingt ein strukturierter, aber agiler Innovationsprozess?

Innovationsprozess und agile Produktentwicklung

Der klassische Produktentwicklungsprozess

Produktentwicklungsprozesse der Vergangenheit waren stark von prozessorientierten Denkansätzen geprägt. Neue Produkte entstanden demnach in einem linearen Vorgehen: Zunächst wird die Produktidee entwickelt. Wenn diese im Unternehmen freigegeben ist, werden die Anforderungen an das fertige Produkt gleich zu Beginn möglichst vollständig definiert, dann folgt die (häufig lange und aufwändige) technische Entwicklung.

Marketing und Vertrieb setzen kurz vor Fertigstellung des Produkts ein mit der Verantwortung, die Markteinführung zu planen und umzusetzen. Kontakt mit dem Kunden erfolgt während der Entwicklungsphase eher sporadisch.

Folgen eines fehlenden Kundenfokus

Der fehlende Kontakt zum Kunden in der Entwickungsphase hat häufig zur Folge, dass erst bei der Markteinführung auffällt, dass der Kunde anders reagiert als geplant, andere Anforderungen hat, manche wohl-ausgedachte Funktionen gar nicht wertschätzt und andere dafür vermisst.

Die Konsequenz ist, nochmals in Änderungen des Produkts investieren zu müssen mit nicht unerheblichen Aufwänden an Zeit und Geld. Eine Verschwendung von Ressourcen.

Neue Ansätze im Innovationsmanagement / in der Produktentwicklung

Die neuen Ansätze und Methoden im Innovationsmanagement legen den Schwerpunkt darum auf einen interagierenden, kundenzentrierten Innovationsprozess, um die Erfolgsrate von Neuentwicklungen systematisch zu verbessern:

  • von der ersten Produktidee an aus Sicht des Kunden denken
  • den Produktentwicklungsprozess öffnen und (potentielle) Kunden aktiv involvieren
  • Ein iteratives, agiles Vorgehen etablieren, das systematisch Prototypen testet und stetiges Feedback von echten Kunden mit einschließt.

Die Phasen des Innovationsprozesses

Der Innovationsprozess lässt sich in nachfolgende Einzelschritte gliedern ‒ angefangen bei der Initialisierung bis hin zum Etablieren der Innovationskultur. Dabei bildet sich in jeder Phase ein Ergebnis heraus, das Grundlage für die jeweils nächste Phase ist.

Diagramm eines Innovationsprozesses

Innovationsprozess initialisieren: Organisation mobilisieren

In dieser Phase gilt es zu Beginn, die Organisation für den Innovationsprozess zu mobilisieren und Voraussetzungen für die neue Produkt-Service-Innovation oder Geschäftsmodellentwicklung zu schaffen.

  • Bewusstsein schaffen für die Notwendigkeit einer schnelleren, kundenzentrierteren Produkt- und Geschäftsmodell-Entwicklung
  • Analyse der Innovations-Aktivitäten, z.B. mit Hilfe des Innovationsradars
  • Analyse der Innovationskultur
  • Finanzierung klären

Ideen entwickeln: Geschäftsmodell- & Produkt-/Service-Innovation (er)finden

Ziel ist, die Elemente zu recherchieren und zu analysieren, die für die Geschäftsmodellgestaltung erforderlich sind. Der Fokus liegt auf beobachten, untersuchen und verstehen.

Diagramm eines Innovationsprozesses

  • Wissen um Technologie, Umfeld und Kunden vertiefen
  • Informationen sammeln
  • Fachleute interviewen
  • Potentielle Kunden studieren und deren Bedürfnisse und Probleme identifizieren
  • Entwurf eines ersten Geschäftsmodells

Gestalten & Testen: Prototyp entwickeln & validieren

In dieser wichtigen Phase geht es darum, iterativ Prototypen zu schaffen und zu testen ‒ mit dem Ziel, ein erfolgsversprechendes Geschäftsmodell zu generieren.

  • Hypothesen zum Geschäftsmodell mit Hilfe der Business Model Canvas aufstellen
  • Testen des Problems
  • Erstellen eines ersten Prototyps
  • Testszenarien entwickeln und durchführen
  • iterativ Prototypen modifizieren, Geschäftsmodell anpassen und Lösung wieder testen
  • erste echte Verkäufe und Pilotprojekte realisieren
  • befriedigendes Geschäftsmodell auswählen

Implementieren: Geschäftsmodell umsetzen

Nachdem in der Phase „Gestalten & Testen“ ein zufriedenstellender Prototyp entwickelt und die Annahmen des dazugehörigen Geschäftsmodells bestätigt werden konnten, soll das Geschäft nun systematisch aufgebaut und am Markt etabliert werden.

  • Businessplan erstellen auf Grundlage der Erkenntnisse der Vorphase
  • Projektplan mit Meilensteinen
  • Überprüfung der Erwartungen bzgl. Gewinn / Risiko mit tatsächlichen Ergebnissen
  • Prozesse und Geschäftsmodell ggf. an Marktfeedback anpassen
  • Organisationsstruktur für den wachsenden Geschäftsbereich entscheiden

Durchführen: Innovation skalieren

Neue Produkte und Dienstleistungen besetzen meist zunächst einen Nischenmarkt. „Skalieren“ bedeutet die Entwicklung aus der Nische heraus in den Massenmarkt zu bewegen. Dies erfordert in der Regel größere finanzielle Investitionen.

  • Company Building: Organisation und Prozesse dem Wachstum anpassen
  • Geschäftsmodelle im Unternehmen aufeinander abstimmen
  • Umfeld prüfen: Welche neuen Veränderungen haben Einfluss auf das Geschäftsmodell?
  • Geschäftsmodell kontinuierlich bewerten und anpassen

Verankern: Innovationsprozess & Innovationskultur etablieren

In der letzten Phase geht es darum, die gesammelten Erkenntnisse aus dem Innovationsprozess in das Mutterunternehmen zu integrieren.

  • Innovationsprozess als Standard im (Mutter-) Unternehmen implementieren
  • Erneut neue Geschäftsmodelle entwickeln

Wir begleiten Sie gerne dabei, einen agilen Innovationsprozess in Ihrem Unternehmen zu etablieren

Gerne beraten und unterstützen wir Sie auf dem Weg von der Idee bis zur Markteinführung Ihres neuen Produktes oder Ihrer neuen Dienstleistung. Wir schaffen mit Ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationen und eine nachhaltige Innovationskultur.

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Über den Autor Kerstin Zulechner
Kerstin Zulechner

leitet und gestaltet Projekte mit Blick für das Wesentliche. Organisationen verstehen und entwickeln? „Leidenschaftlich gern!“ Sie konzipiert fundiert als auch emotional verbindend.

Innovation & Change|18.01.2017
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